# shellcheck shell=sh # # Die Brücke über die primäre Netzkarte — Erkennen, Sichern, Zeitgeber, Bauen, # Nachsehen. # # --------------------------------------------------------------------------- # Warum das eine eigene Datei ist # --------------------------------------------------------------------------- # # Diese Zeilen standen in `network.sh`, geschrieben für den stillgelegten # Rettungssystem-Weg, und borgten sich vier Dinge von woanders: # `detect_primary_interface` aus `proxmox.sh`, `log`, `http_get` und # `CLUPILOT_PROBE_URL` aus `clupilot-bootstrap.sh`. Der Debian-Weg lädt sie # einzeln auf den Host und fährt sie dort — geborgte Helfer wären dann nicht da. # # Also allein lauffähig. `network.sh` behält seine WireGuard- und # nftables-Hälfte; diese Datei wird von beiden Wegen benutzt und existiert genau # einmal. Eine zweite Fassung wären zwei Installationen, die bei jeder # Proxmox-Version nachgezogen werden müssten — und die zweite fiele erst auf, # wenn jemand sie benutzt. # # --------------------------------------------------------------------------- # Warum aus dem LAUFENDEN Zustand abgeleitet wird # --------------------------------------------------------------------------- # # Nicht aus `/etc/network/interfaces`. Was läuft, ist bei jedem Anbieter gleich # strukturiert; wie es aufgeschrieben wurde, nicht. Das ist der Teil, der # Hetzner und netcup zugleich trägt. # --------------------------------------------------------------------------- # Stellschrauben — überschreibbar, damit die Bibliothek ohne Host prüfbar ist # --------------------------------------------------------------------------- CLUPILOT_BRIDGE="${CLUPILOT_BRIDGE:-vmbr0}" CLUPILOT_WORK_DIR="${CLUPILOT_WORK_DIR:-/var/lib/clupilot/bridge}" CLUPILOT_INTERFACES_FILE="${CLUPILOT_INTERFACES_FILE:-/etc/network/interfaces}" CLUPILOT_INTERFACES_D="${CLUPILOT_INTERFACES_D:-/etc/network/interfaces.d}" CLUPILOT_SYS_NET="${CLUPILOT_SYS_NET:-/sys/class/net}" CLUPILOT_IP="${CLUPILOT_IP:-ip}" CLUPILOT_IFRELOAD="${CLUPILOT_IFRELOAD:-ifreload}" CLUPILOT_PROBE_URL="${CLUPILOT_PROBE_URL:-http://deb.debian.org/}" CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT="${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT:-clupilot-network-rollback}" CLUPILOT_NET_BACKUP="${CLUPILOT_NET_BACKUP:-/var/lib/clupilot/interfaces.vor-der-bruecke}" CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY="${CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY:-}" CLUPILOT_WG_HANDSHAKE_MAX_AGE="${CLUPILOT_WG_HANDSHAKE_MAX_AGE:-180}" CLUPILOT_SYSTEMCTL="${CLUPILOT_SYSTEMCTL:-systemctl}" CLUPILOT_UNIT_DIR="${CLUPILOT_UNIT_DIR:-/etc/systemd/system}" CLUPILOT_SBIN_DIR="${CLUPILOT_SBIN_DIR:-/usr/local/sbin}" # --------------------------------------------------------------------------- # Die zwei Helfer, die diese Datei früher geborgt hat # --------------------------------------------------------------------------- # # Unter Definitionsschutz: `clupilot-bootstrap.sh` bringt eigene mit, und wer # zuerst da ist, behält recht. Sonst überschriebe das Laden dieser Bibliothek # die Protokollierung des Rettungssystem-Wegs. if ! command -v log >/dev/null 2>&1; then log() { printf '%s %s\n' "$(date -u '+%Y-%m-%dT%H:%M:%SZ')" "$1" } fi if ! command -v http_get >/dev/null 2>&1; then http_get() { if command -v curl >/dev/null 2>&1; then curl -fsSL --retry 3 --retry-delay 2 --max-time 20 "$1" else wget -qO- --timeout=20 "$1" fi } fi # --------------------------------------------------------------------------- # Feststellen, was da ist # --------------------------------------------------------------------------- # Die Schnittstelle, über die die Vorgabe-Route geht. Nicht „die erste, die # nicht lo heißt": eine Maschine mit zwei Karten hat oft eine angeschlossene und # eine nicht. detect_primary_interface() { "$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null \ | awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "dev") { print $(i+1); exit } }' } # Ist das eine physische Karte? # # `bridge_ports` auf einem Bond oder einer bestehenden Bridge ist falsch — die # Brücke nähme sich ihren eigenen Unterbau als Port, und was dabei herauskommt, # ist von hier aus nicht mehr zu reparieren. VLAN-Geräte und Bonds haben keinen # `device`-Verweis; die beiden weiteren Prüfungen sind der Gürtel dazu. interface_is_physical() { _if="${1:-}" [ -n "$_if" ] || return 1 [ -e "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/device" ] || return 1 [ ! -d "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/bridge" ] || return 1 [ ! -d "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/bonding" ] || return 1 return 0 } # Kam die Adresse per DHCP? # # Aus dem laufenden Zustand: der Kernel markiert eine geleaste Adresse mit # `dynamic`. Das steht bei jedem Anbieter gleich da — anders als die Datei, in # die er es geschrieben hat. address_is_dynamic() { "$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "$1" scope global 2>/dev/null \ | grep -q '[[:space:]]dynamic[[:space:]]' } # Wie der Anbieter das Netz aufzieht. Eine Brücke, die für den einen Fall # richtig ist, nimmt den anderen vom Netz. # # - `dhcp` — die Adresse kommt per DHCP (Cloud-Produkte). # - `routed` — geroutete Einzeladresse, Gateway AUSSERHALB des eigenen Subnetzes # (Hetzner-dediziert mit /32). Braucht eine pointopoint-Route, # sonst findet der Kernel das Gateway nicht. # - `subnet` — gewöhnliches Subnetz, Gateway darin. detect_network_style() { _iface="${1:-}" [ -n "$_iface" ] || _iface="$(detect_primary_interface)" # Laufender Zustand zuerst. Die Datei des Anbieters ist nur das Zweitsignal # — sie sagt, was jemand aufgeschrieben hat, nicht was gilt. if address_is_dynamic "$_iface"; then printf 'dhcp' return 0 fi if grep -qsE "iface[[:space:]]+${_iface}[[:space:]]+inet[[:space:]]+dhcp" \ "$CLUPILOT_INTERFACES_FILE" "${CLUPILOT_INTERFACES_D}"/* 2>/dev/null; then printf 'dhcp' return 0 fi _cidr="$("$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "$_iface" scope global 2>/dev/null | awk '{ print $4; exit }')" _gw="$("$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null | awk '{ print $3; exit }')" _prefix="${_cidr##*/}" # /32 heißt: das eigene Subnetz besteht aus der eigenen Adresse. Ein Gateway # darin kann es nicht geben. if [ "$_prefix" = '32' ]; then printf 'routed' return 0 fi # Liegt das Gateway im eigenen Subnetz? `ip route get` beantwortet das, ohne # dass dieses Skript Netzmasken rechnen muss — und rechnet dabei mit # derselben Logik, die der Kernel später anwendet. if [ -n "$_gw" ] && "$CLUPILOT_IP" -4 route get "$_gw" 2>/dev/null | grep -q "dev ${_iface}.*src"; then printf 'subnet' return 0 fi printf 'routed' } bridge_exists() { "$CLUPILOT_IP" link show "${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}" >/dev/null 2>&1 } # Trägt die Brücke wirklich den Verkehr, oder existiert sie nur? # # Eine `vmbr0` ohne Adresse und ohne Vorgaberoute ist eine Brücke im Sinne von # `ip link show` und sonst nichts. Der alte Schritt prüfte genau das und warf das # Ergebnis weg; sein Kommentar behauptete, er halte die Abwesenheit fest, und er # hielt nichts fest. bridge_carries_default_route() { _want="${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}" _dev="$("$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null \ | awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "dev") { print $(i+1); exit } }')" [ "$_dev" = "$_want" ] } bridge_has_address() { [ -n "$("$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}" scope global 2>/dev/null | awk '{ print $4; exit }')" ] } # Die drei zusammen. „Da" reicht nicht — sie muss tragen. bridge_is_up() { bridge_exists "$CLUPILOT_BRIDGE" \ && bridge_carries_default_route "$CLUPILOT_BRIDGE" \ && bridge_has_address "$CLUPILOT_BRIDGE" } # --------------------------------------------------------------------------- # Die Strophe # --------------------------------------------------------------------------- # Zusatzrouten des Anbieters — alles auf der Karte, was der Kernel nicht von # selbst wieder anlegt. # # Ausgelassen werden zwei Sorten, und beide mit Grund: die Kernel-Route zum # eigenen Subnetz (`proto kernel`) entsteht, sobald die Adresse steht, und die # Link-Route zum Gateway legt `pointopoint` an. Sie trotzdem einzutragen ließe # `ip route add` scheitern — und ein gescheitertes `up` nimmt bei `ifreload` # die ganze Strophe mit. extra_routes() { _iface="$1" _gw="$2" "$CLUPILOT_IP" -4 route show dev "$_iface" 2>/dev/null | while IFS= read -r _route; do [ -n "$_route" ] || continue case "$_route" in default*) continue ;; "${_gw} "*|"${_gw}") continue ;; *'proto kernel'*) continue ;; esac printf ' up ip route add %s dev %s || true\n' "$_route" "$CLUPILOT_BRIDGE" done } # Eine statische, globale IPv6-Adresse — oder nichts. # # `dynamic` (SLAAC/DHCPv6) und `temporary` (Privacy Extensions) fliegen raus: # was der Kernel selbst vergibt, gehört nicht in eine Datei geschrieben. static_ipv6_on() { "$CLUPILOT_IP" -6 -o addr show dev "$1" scope global 2>/dev/null \ | grep -v '[[:space:]]dynamic[[:space:]]' \ | grep -v '[[:space:]]temporary[[:space:]]' \ | awk '{ print $4; exit }' } ipv6_gateway() { "$CLUPILOT_IP" -6 route show default 2>/dev/null \ | awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "via") { print $(i+1); exit } }' } # Schreibt die Strophe — und sonst nichts. Kein `ifreload`, kein Sichern, kein # Zeitgeber. Getrennt von build_bridge, damit genau das prüfbar ist, was eine # Maschine umbringt, ohne dafür ein Netz neu laden zu müssen. write_bridge_stanza() { _iface="$1" _style="$2" _cidr="$3" _gw="$4" _ip4="${_cidr%%/*}" _mac="$(cat "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_iface}/address" 2>/dev/null)" case "$_style" in dhcp) _inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet dhcp" _addr='' ;; routed) # Gateway außerhalb des eigenen Subnetzes. Ohne `pointopoint` findet # der Kernel keinen Weg dorthin: die Route zeigte auf ein Netz, in # dem das Gateway nicht liegt, und die Maschine wäre still weg. _inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet static" _addr=" address ${_ip4}/32 pointopoint ${_gw} gateway ${_gw}" ;; *) _inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet static" _addr=" address ${_cidr} gateway ${_gw}" ;; esac # Festgenagelt: eine Brücke wählt sonst die kleinste MAC ihrer Ports, und # manche Anbieter binden den Switchport an die der Karte. Bei einem Port ist # das dieselbe — aber „ist dieselbe" und „bleibt dieselbe" sind zweierlei. _hw='' [ -n "$_mac" ] && _hw=" hwaddress ether ${_mac}" _inet6='' _v6="$(static_ipv6_on "$_iface")" _v6gw="$(ipv6_gateway)" if [ -n "$_v6" ] && [ -n "$_v6gw" ]; then _inet6=" iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet6 static address ${_v6} gateway ${_v6gw}" elif [ -n "$_v6" ] || [ -n "$_v6gw" ]; then log 'IPv6 wird NICHT mit auf die Brücke genommen: keine statische globale Adresse mit Standardgateway (SLAAC/DHCPv6 werden bewusst nicht nachgebaut — Proxmox setzt forwarding=1, und der Kernel verwirft RAs dann ohne accept_ra=2).' fi cat > "$CLUPILOT_INTERFACES_FILE" </dev/null } # Der Inhalt des Rücknahme-Skripts — als Text, nicht als Datei. # # Getrennt, damit die Reihenfolge darin prüfbar ist, ohne systemd zu brauchen. # Und die Reihenfolge ist der Punkt: das Urteil wird geschrieben, BEVOR # zurückgespielt wird, damit auch ein halb geglücktes Zurückspielen einen Grund # hinterlässt. `rolled-back` kommt zuletzt — das ist das Signal, auf das CluPilot # wartet, und es darf erst stehen, wenn der alte Zustand wirklich zurück ist. render_rollback_script() { _minutes="${1:-5}" cat < '${CLUPILOT_WORK_DIR}/state' printf 'Die Bruecke nahm den Host vom Netz; die Netzkonfiguration von vorher wurde zurueckgespielt.' > '${CLUPILOT_WORK_DIR}/note' tar xzf '${CLUPILOT_NET_BACKUP}.tar.gz' -C / if command -v ifreload >/dev/null 2>&1; then ifreload -a else systemctl restart networking fi logger -t clupilot 'Netzkonfiguration zurueckgespielt: die Bruecke hat den Host vom Netz genommen.' # Erst jetzt. Vorher hiesse es: zurueckgespielt, obwohl es noch laeuft. : > '${CLUPILOT_WORK_DIR}/rolled-back' # Selbst wegraeumen, sonst liegen Unit-Dateien herum, die aussehen, als stuende # noch eine Ruecknahme aus. rm -f '${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer' \\ '${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service' systemctl daemon-reload 2>/dev/null || true EOF } # Stellt den Zeitgeber. Ab hier gibt es einen Weg zurück, und erst ab hier darf # irgendetwas am Netz verändert werden. schedule_network_rollback() { _minutes="${1:-5}" mkdir -p "$CLUPILOT_SBIN_DIR" "$CLUPILOT_UNIT_DIR" "$CLUPILOT_WORK_DIR" render_rollback_script "$_minutes" > "${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh" chmod 700 "${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh" cat > "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service" < "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer" </dev/null || true rm -f "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer" \ "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service" \ "${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh" "$CLUPILOT_SYSTEMCTL" daemon-reload 2>/dev/null || true log 'Selbstrücknahme abbestellt' } # Strophe schreiben und anwenden. Ab hier ist die Leitung in Gefahr. build_bridge() { write_bridge_stanza "$@" log 'Strophe geschrieben:' cat "$CLUPILOT_INTERFACES_FILE" if command -v "$CLUPILOT_IFRELOAD" >/dev/null 2>&1; then "$CLUPILOT_IFRELOAD" -a else systemctl restart networking fi }