CluPilotCloud/deploy/bootstrap/lib/bridge.sh

697 lines
27 KiB
Bash

# shellcheck shell=sh
#
# Die Brücke über die primäre Netzkarte — Erkennen, Sichern, Zeitgeber, Bauen,
# Nachsehen.
#
# ---------------------------------------------------------------------------
# Warum das eine eigene Datei ist
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Diese Zeilen standen in `network.sh`, geschrieben für den stillgelegten
# Rettungssystem-Weg, und borgten sich vier Dinge von woanders:
# `detect_primary_interface` aus `proxmox.sh`, `log`, `http_get` und
# `CLUPILOT_PROBE_URL` aus `clupilot-bootstrap.sh`. Der Debian-Weg lädt sie
# einzeln auf den Host und fährt sie dort — geborgte Helfer wären dann nicht da.
#
# Also allein lauffähig. `network.sh` behält seine WireGuard- und
# nftables-Hälfte; diese Datei wird von beiden Wegen benutzt und existiert genau
# einmal. Eine zweite Fassung wären zwei Installationen, die bei jeder
# Proxmox-Version nachgezogen werden müssten — und die zweite fiele erst auf,
# wenn jemand sie benutzt.
#
# ---------------------------------------------------------------------------
# Warum aus dem LAUFENDEN Zustand abgeleitet wird
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Nicht aus `/etc/network/interfaces`. Was läuft, ist bei jedem Anbieter gleich
# strukturiert; wie es aufgeschrieben wurde, nicht. Das ist der Teil, der
# Hetzner und netcup zugleich trägt.
# ---------------------------------------------------------------------------
# Stellschrauben — überschreibbar, damit die Bibliothek ohne Host prüfbar ist
# ---------------------------------------------------------------------------
CLUPILOT_BRIDGE="${CLUPILOT_BRIDGE:-vmbr0}"
CLUPILOT_WORK_DIR="${CLUPILOT_WORK_DIR:-/var/lib/clupilot/bridge}"
CLUPILOT_INTERFACES_FILE="${CLUPILOT_INTERFACES_FILE:-/etc/network/interfaces}"
CLUPILOT_INTERFACES_D="${CLUPILOT_INTERFACES_D:-/etc/network/interfaces.d}"
CLUPILOT_SYS_NET="${CLUPILOT_SYS_NET:-/sys/class/net}"
CLUPILOT_ETC="${CLUPILOT_ETC:-/etc}"
CLUPILOT_IP="${CLUPILOT_IP:-ip}"
CLUPILOT_IFRELOAD="${CLUPILOT_IFRELOAD:-ifreload}"
CLUPILOT_PROBE_URL="${CLUPILOT_PROBE_URL:-http://deb.debian.org/}"
CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT="${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT:-clupilot-network-rollback}"
CLUPILOT_NET_BACKUP="${CLUPILOT_NET_BACKUP:-/var/lib/clupilot/interfaces.vor-der-bruecke}"
CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY="${CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY:-}"
CLUPILOT_WG_HANDSHAKE_MAX_AGE="${CLUPILOT_WG_HANDSHAKE_MAX_AGE:-180}"
CLUPILOT_WG="${CLUPILOT_WG:-wg}"
CLUPILOT_HANDSHAKE_TRIES="${CLUPILOT_HANDSHAKE_TRIES:-15}"
CLUPILOT_HANDSHAKE_WAIT="${CLUPILOT_HANDSHAKE_WAIT:-2}"
CLUPILOT_SYSTEMCTL="${CLUPILOT_SYSTEMCTL:-systemctl}"
CLUPILOT_UNIT_DIR="${CLUPILOT_UNIT_DIR:-/etc/systemd/system}"
CLUPILOT_SBIN_DIR="${CLUPILOT_SBIN_DIR:-/usr/local/sbin}"
# ---------------------------------------------------------------------------
# Die zwei Helfer, die diese Datei früher geborgt hat
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Unter Definitionsschutz: `clupilot-bootstrap.sh` bringt eigene mit, und wer
# zuerst da ist, behält recht. Sonst überschriebe das Laden dieser Bibliothek
# die Protokollierung des Rettungssystem-Wegs.
if ! command -v log >/dev/null 2>&1; then
log() {
printf '%s %s\n' "$(date -u '+%Y-%m-%dT%H:%M:%SZ')" "$1"
}
fi
if ! command -v http_get >/dev/null 2>&1; then
http_get() {
if command -v curl >/dev/null 2>&1; then
curl -fsSL --retry 3 --retry-delay 2 --max-time 20 "$1"
else
wget -qO- --timeout=20 "$1"
fi
}
fi
# ---------------------------------------------------------------------------
# Feststellen, was da ist
# ---------------------------------------------------------------------------
# Die Schnittstelle, über die die Vorgabe-Route geht. Nicht „die erste, die
# nicht lo heißt": eine Maschine mit zwei Karten hat oft eine angeschlossene und
# eine nicht.
detect_primary_interface() {
"$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null \
| awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "dev") { print $(i+1); exit } }'
}
# Das Gateway der Standardroute — hinter dem `via`, nie an fester Feldnummer.
#
# `default dev ens3 scope link` hat keins. Ein `awk '{ print $3 }'` lieferte dort
# den KARTENNAMEN, und daraus würde `gateway ens3` in der Strophe: `ifreload`
# scheitert, der Zeitgeber räumt ab — und abgeräumt wird ein Host, der zu bauen
# gewesen wäre. Leer heißt hier ehrlich leer.
default_gateway() {
"$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null \
| awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "via") { print $(i+1); exit } }'
}
# Gibt es überhaupt eine Standardroute? Ohne `via` ist sie eine Link-Route, und
# die muss die Brücke als eigene `up`-Zeile mitnehmen, sonst verliert der Host
# seinen Weg nach draußen.
has_default_route() {
"$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null | grep -q .
}
# Ist das eine physische Karte?
#
# `bridge_ports` auf einem Bond oder einer bestehenden Bridge ist falsch — die
# Brücke nähme sich ihren eigenen Unterbau als Port, und was dabei herauskommt,
# ist von hier aus nicht mehr zu reparieren. VLAN-Geräte und Bonds haben keinen
# `device`-Verweis; die beiden weiteren Prüfungen sind der Gürtel dazu.
interface_is_physical() {
_if="${1:-}"
[ -n "$_if" ] || return 1
[ -e "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/device" ] || return 1
[ ! -d "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/bridge" ] || return 1
[ ! -d "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_if}/bonding" ] || return 1
return 0
}
# Kam die Adresse per DHCP?
#
# Aus dem laufenden Zustand: der Kernel markiert eine geleaste Adresse mit
# `dynamic`. Das steht bei jedem Anbieter gleich da — anders als die Datei, in
# die er es geschrieben hat.
address_is_dynamic() {
"$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "$1" scope global 2>/dev/null \
| grep -q '[[:space:]]dynamic[[:space:]]'
}
# Wie der Anbieter das Netz aufzieht. Eine Brücke, die für den einen Fall
# richtig ist, nimmt den anderen vom Netz.
#
# - `dhcp` — die Adresse kommt per DHCP (Cloud-Produkte).
# - `routed` — geroutete Einzeladresse, Gateway AUSSERHALB des eigenen Subnetzes
# (Hetzner-dediziert mit /32). Braucht eine pointopoint-Route,
# sonst findet der Kernel das Gateway nicht.
# - `subnet` — gewöhnliches Subnetz, Gateway darin.
detect_network_style() {
_iface="${1:-}"
[ -n "$_iface" ] || _iface="$(detect_primary_interface)"
# Laufender Zustand zuerst. Die Datei des Anbieters ist nur das Zweitsignal
# — sie sagt, was jemand aufgeschrieben hat, nicht was gilt.
if address_is_dynamic "$_iface"; then
printf 'dhcp'
return 0
fi
if grep -qsE "iface[[:space:]]+${_iface}[[:space:]]+inet[[:space:]]+dhcp" \
"$CLUPILOT_INTERFACES_FILE" "${CLUPILOT_INTERFACES_D}"/* 2>/dev/null; then
printf 'dhcp'
return 0
fi
_cidr="$("$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "$_iface" scope global 2>/dev/null | awk '{ print $4; exit }')"
_gw="$(default_gateway)"
_prefix="${_cidr##*/}"
# Kein Gateway: dann gibt es weder eins im eigenen Subnetz noch eines
# außerhalb, und `routed` zu melden hieße `pointopoint` auf nichts.
if [ -z "$_gw" ]; then
printf 'subnet'
return 0
fi
# /32 heißt: das eigene Subnetz besteht aus der eigenen Adresse. Ein Gateway
# darin kann es nicht geben.
if [ "$_prefix" = '32' ]; then
printf 'routed'
return 0
fi
# Liegt das Gateway im eigenen Subnetz? `ip route get` beantwortet das, ohne
# dass dieses Skript Netzmasken rechnen muss — und rechnet dabei mit
# derselben Logik, die der Kernel später anwendet.
if [ -n "$_gw" ] && "$CLUPILOT_IP" -4 route get "$_gw" 2>/dev/null | grep -q "dev ${_iface}.*src"; then
printf 'subnet'
return 0
fi
printf 'routed'
}
bridge_exists() {
"$CLUPILOT_IP" link show "${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}" >/dev/null 2>&1
}
# Trägt die Brücke wirklich den Verkehr, oder existiert sie nur?
#
# Eine `vmbr0` ohne Adresse und ohne Vorgaberoute ist eine Brücke im Sinne von
# `ip link show` und sonst nichts. Der alte Schritt prüfte genau das und warf das
# Ergebnis weg; sein Kommentar behauptete, er halte die Abwesenheit fest, und er
# hielt nichts fest.
bridge_carries_default_route() {
_want="${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}"
_dev="$("$CLUPILOT_IP" -4 route show default 2>/dev/null \
| awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "dev") { print $(i+1); exit } }')"
[ "$_dev" = "$_want" ]
}
bridge_has_address() {
[ -n "$("$CLUPILOT_IP" -4 -o addr show dev "${1:-$CLUPILOT_BRIDGE}" scope global 2>/dev/null | awk '{ print $4; exit }')" ]
}
# Die drei zusammen. „Da" reicht nicht — sie muss tragen.
bridge_is_up() {
bridge_exists "$CLUPILOT_BRIDGE" \
&& bridge_carries_default_route "$CLUPILOT_BRIDGE" \
&& bridge_has_address "$CLUPILOT_BRIDGE"
}
# ---------------------------------------------------------------------------
# Die Strophe
# ---------------------------------------------------------------------------
# Zusatzrouten des Anbieters — alles auf der Karte, was der Kernel nicht von
# selbst wieder anlegt.
#
# Ausgelassen werden zwei Sorten, und beide mit Grund: die Kernel-Route zum
# eigenen Subnetz (`proto kernel`) entsteht, sobald die Adresse steht, und die
# Link-Route zum Gateway legt `pointopoint` an. Sie trotzdem einzutragen ließe
# `ip route add` scheitern — und ein gescheitertes `up` nimmt bei `ifreload`
# die ganze Strophe mit.
extra_routes() {
_iface="$1"
_gw="$2"
"$CLUPILOT_IP" -4 route show dev "$_iface" 2>/dev/null | while IFS= read -r _route; do
[ -n "$_route" ] || continue
case "$_route" in
default*) continue ;;
"${_gw} "*|"${_gw}") continue ;;
*'proto kernel'*) continue ;;
esac
printf ' up ip route add %s dev %s || true\n' "$_route" "$CLUPILOT_BRIDGE"
done
}
# Eine statische, globale IPv6-Adresse — oder nichts.
#
# `dynamic` (SLAAC/DHCPv6) und `temporary` (Privacy Extensions) fliegen raus:
# was der Kernel selbst vergibt, gehört nicht in eine Datei geschrieben.
static_ipv6_on() {
"$CLUPILOT_IP" -6 -o addr show dev "$1" scope global 2>/dev/null \
| grep -v '[[:space:]]dynamic[[:space:]]' \
| grep -v '[[:space:]]temporary[[:space:]]' \
| awk '{ print $4; exit }'
}
ipv6_gateway() {
"$CLUPILOT_IP" -6 route show default 2>/dev/null \
| awk '{ for (i = 1; i < NF; i++) if ($i == "via") { print $(i+1); exit } }'
}
# Schreibt die Strophe — und sonst nichts. Kein `ifreload`, kein Sichern, kein
# Zeitgeber. Getrennt von build_bridge, damit genau das prüfbar ist, was eine
# Maschine umbringt, ohne dafür ein Netz neu laden zu müssen.
write_bridge_stanza() {
_iface="$1"
_style="$2"
_cidr="$3"
_gw="$4"
_ip4="${_cidr%%/*}"
_mac="$(cat "${CLUPILOT_SYS_NET}/${_iface}/address" 2>/dev/null)"
# Ohne Gateway gibt es kein pointopoint-Ziel. Nach detect_network_style kann
# das nicht mehr vorkommen — write_bridge_stanza wird aber auch direkt
# aufgerufen, und `pointopoint` auf einen leeren Wert ist eine Strophe, die
# `ifreload` ablehnt.
if [ -z "$_gw" ] && [ "$_style" = 'routed' ]; then
_style='subnet'
fi
case "$_style" in
dhcp)
_inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet dhcp"
_addr=''
;;
routed)
# Gateway außerhalb des eigenen Subnetzes. Ohne `pointopoint` findet
# der Kernel keinen Weg dorthin: die Route zeigte auf ein Netz, in
# dem das Gateway nicht liegt, und die Maschine wäre still weg.
_inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet static"
_addr=" address ${_ip4}/32
pointopoint ${_gw}
gateway ${_gw}"
;;
*)
_inet="iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet static"
_addr=" address ${_cidr}"
if [ -n "$_gw" ]; then
_addr="${_addr}
gateway ${_gw}"
elif has_default_route; then
# Standardroute ohne `via` — eine Link-Route. Sie hat kein
# Gateway, das in eine `gateway`-Zeile passte, und ginge sonst
# beim Umbau verloren.
_addr="${_addr}
up ip route add default dev ${CLUPILOT_BRIDGE} || true"
fi
;;
esac
# Festgenagelt: eine Brücke wählt sonst die kleinste MAC ihrer Ports, und
# manche Anbieter binden den Switchport an die der Karte. Bei einem Port ist
# das dieselbe — aber „ist dieselbe" und „bleibt dieselbe" sind zweierlei.
_hw=''
[ -n "$_mac" ] && _hw=" hwaddress ether ${_mac}"
_inet6=''
_v6="$(static_ipv6_on "$_iface")"
_v6gw="$(ipv6_gateway)"
if [ -n "$_v6" ] && [ -n "$_v6gw" ]; then
_inet6="
iface ${CLUPILOT_BRIDGE} inet6 static
address ${_v6}
gateway ${_v6gw}"
elif [ -n "$_v6" ] || [ -n "$_v6gw" ]; then
log 'IPv6 wird NICHT mit auf die Brücke genommen: keine statische globale Adresse mit Standardgateway (SLAAC/DHCPv6 werden bewusst nicht nachgebaut — Proxmox setzt forwarding=1, und der Kernel verwirft RAs dann ohne accept_ra=2).'
fi
cat > "$CLUPILOT_INTERFACES_FILE" <<EOF
# Von CluPilot geschrieben (Schritt EnsureNetworkBridge), weil auf dieser
# Maschine keine ${CLUPILOT_BRIDGE} lag: Proxmox auf Debian legt keine an, nur
# der ISO-Installer tut das.
#
# Abgeleitet aus dem LAUFENDEN Zustand, nicht aus der Datei des Anbieters.
# Anbieterform: ${_style}. Karte: ${_iface}.
#
# Die vorherige Fassung liegt unter ${CLUPILOT_NET_BACKUP}.tar.gz.
source ${CLUPILOT_INTERFACES_D}/*
auto lo
iface lo inet loopback
iface ${_iface} inet manual
auto ${CLUPILOT_BRIDGE}
${_inet}
${_addr}
${_hw}
bridge-ports ${_iface}
bridge-stp off
bridge-fd 0
$(extra_routes "$_iface" "$_gw")${_inet6}
EOF
}
# ---------------------------------------------------------------------------
# Fremdverwalter
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Aus dem laufenden Zustand abzuleiten löst das LESEN. Es löst nicht das
# SCHREIBEN: führt cloud-init das Netz, ist `/etc/network/interfaces` nicht die
# Stelle, an der die Wahrheit steht. Die Brücke griffe entweder sofort nicht
# oder — schlimmer — sie griffe jetzt und würde beim nächsten Neustart wieder
# eingesammelt. Dann läuft die Übernahme grün durch und der Host verliert seine
# Brücke Monate später, mit Kunden darauf.
#
# Der Zeitgeber fängt diesen Fall NICHT ab: zu seiner Zeit war alles in Ordnung.
# Deshalb steht das hier.
# Wer führt das Netz? Leer heißt: reines ifupdown, und der Weg ist frei.
foreign_network_manager() {
if [ -f "${CLUPILOT_ETC}/cloud/cloud.cfg" ] || [ -d "${CLUPILOT_ETC}/cloud/cloud.cfg.d" ]; then
printf 'cloud-init'
return 0
fi
if [ -d "${CLUPILOT_ETC}/systemd/network" ] \
&& [ -n "$(ls -A "${CLUPILOT_ETC}/systemd/network" 2>/dev/null)" ]; then
printf 'networkd'
return 0
fi
if [ -d "${CLUPILOT_ETC}/NetworkManager/system-connections" ] \
&& [ -n "$(ls -A "${CLUPILOT_ETC}/NetworkManager/system-connections" 2>/dev/null)" ]; then
printf 'network-manager'
return 0
fi
printf ''
}
# Entmachtet den erkannten Verwalter — im gesicherten Stand, also unter dem
# Zeitgeber.
#
# Und hinterlässt, WAS entmachtet wurde. Das ist die Hälfte, die zuerst fehlte:
# die Sicherung umfasst nur `/etc/network/interfaces*`, also könnte die Rücknahme
# einen abgeschalteten cloud-init nicht wieder einschalten. Auf einer Maschine,
# deren Verbindung von cloud-init kam, spielte sie damit eine Datei zurück, die
# die Maschine nie getragen hat — und ließe den Verwalter, der es tat,
# abgeschaltet. Genau der tote Host, den der Zeitgeber verhindern soll.
#
# Aufgeschrieben statt ins Rücknahme-Skript gebacken, weil der Zeitgeber VOR
# dieser Funktion gestellt wird. Das Skript liest die Notiz erst, wenn es feuert.
disown_network_manager() {
mkdir -p "$CLUPILOT_WORK_DIR"
printf '%s' "${1:-}" > "${CLUPILOT_WORK_DIR}/disowned"
: > "${CLUPILOT_WORK_DIR}/moved-aside"
case "${1:-}" in
cloud-init)
mkdir -p "${CLUPILOT_ETC}/cloud/cloud.cfg.d"
printf 'network: {config: disabled}\n' \
> "${CLUPILOT_ETC}/cloud/cloud.cfg.d/99-clupilot-disable-network.cfg"
log 'cloud-init: Netzteil abgeschaltet'
;;
networkd)
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" disable --now systemd-networkd.socket >/dev/null 2>&1 || true
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" mask systemd-networkd >/dev/null 2>&1 || true
log 'systemd-networkd maskiert'
;;
network-manager)
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" disable --now NetworkManager >/dev/null 2>&1 || true
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" mask NetworkManager >/dev/null 2>&1 || true
log 'NetworkManager maskiert'
;;
'')
;;
esac
# Der kleinere Verwandte: die Strophe behält `source interfaces.d/*`. Bleibt
# dort eine Datei liegen, die dieselbe Karte beansprucht, hat der Host zwei
# Stellen, die seine Adresse vergeben.
#
# HERAUS aus dem Verzeichnis, nicht bloß umbenannt. Der Stern in
# `source .../interfaces.d/*` fasst auch eine umbenannte Datei — Umbenennen
# allein löst die Kollision also nicht, es versteckt sie nur vor dem Leser.
_iface="${2:-}"
_aside="${CLUPILOT_WORK_DIR}/verdraengt"
if [ -n "$_iface" ] && [ -d "$CLUPILOT_INTERFACES_D" ]; then
for _f in "$CLUPILOT_INTERFACES_D"/*; do
[ -f "$_f" ] || continue
if grep -qE "iface[[:space:]]+${_iface}[[:space:]]" "$_f" 2>/dev/null; then
mkdir -p "$_aside"
mv "$_f" "${_aside}/$(basename "$_f")" || continue
printf '%s\n' "$_f" >> "${CLUPILOT_WORK_DIR}/moved-aside"
log "Kollidierende Strophe aus dem Quellverzeichnis genommen: ${_f}"
fi
done
fi
}
# ---------------------------------------------------------------------------
# Nachsehen — beide Richtungen
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Kein `ping`. Hetzners `Debian-trixie-…-base` bringt kein `iputils-ping` mit,
# und `PrepareBaseSystem` installiert es nicht (es holt curl, gnupg, ifupdown2,
# chrony). Eine Prüfung damit sagte IMMER „nicht erreichbar", der Zeitgeber
# spielte IMMER zurück, und der Schritt käme nie durch. Dieselbe Falle hatte
# `ConfigureWireguard` schon einmal, und sie kostete eine Übernahme.
internet_reachable() {
http_get "$CLUPILOT_PROBE_URL" >/dev/null 2>&1
}
# Steht der Tunnel?
#
# Wortgleich die Prüfung aus v1.3.85: frischer Handshake vom KONFIGURIERTEN Hub.
# Nicht „irgendein Peer hat gehandshaked" — auf demselben Hub liegen auch
# Mitarbeiter-Zugänge, und deren Handshake beweist nichts über CluPilots Weg
# hierher.
#
# `0` ist der Wert, den WireGuard für einen Peer meldet, mit dem noch nie
# gesprochen wurde. Vorhanden ist er trotzdem — deshalb die eigene Prüfung
# darauf, statt ihn als Sekundenzahl von 1970 durchgehen zu lassen.
tunnel_handshake_fresh() {
[ -n "$CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY" ] || return 1
_now="$(date +%s)"
_hs="$("$CLUPILOT_WG" show wg0 latest-handshakes 2>/dev/null \
| awk -v k="$CLUPILOT_WG_HUB_PUBKEY" '$1 == k { print $2; exit }')"
[ -n "$_hs" ] || return 1
[ "$_hs" -gt 0 ] 2>/dev/null || return 1
[ "$(( _now - _hs ))" -lt "$CLUPILOT_WG_HANDSHAKE_MAX_AGE" ]
}
# Die Bedingung zum Abbestellen.
#
# Nur „komme ich raus" zu prüfen ist notwendig und NICHT hinreichend. Der
# Fehlerfall: `ifreload -a` bringt die Brücke sauber hoch, die Maschine erreicht
# das Internet, der Treiber wäre zufrieden — aber wg0 kommt nicht zurück.
# Ergebnis: der Host lebt öffentlich, CluPilot ist ausgesperrt, und die
# Rückfahrkarte wurde gerade weggeworfen. Von Hand reparierbar, und genau das
# soll dieser Schritt ja verhindern.
#
# `wg0.conf` enthält KEINE Gerätebindung (siehe
# ConfigureWireguard::renderConfig) — der Tunnel hängt also nicht wörtlich an
# der alten Karte, sondern an der Quelladresse, die die Routing-Tabelle hergibt.
# Und genau das ist die Größe, die der Umbau anfasst. Das macht den Fall nicht
# unwahrscheinlicher, nur unauffälliger: kein Fehler im Protokoll, nur ein
# Handshake, der ausbleibt.
bridge_proven() {
if ! bridge_is_up; then
log 'Die Brücke trägt die Standardroute oder die Adresse nicht'
return 1
fi
if ! internet_reachable; then
log "Kein Weg nach draußen (${CLUPILOT_PROBE_URL})"
return 1
fi
if tunnel_handshake_fresh; then
return 0
fi
# Einmal nachhelfen. Gefahrlos: die SSH-Sitzung ist zu diesem Zeitpunkt
# ohnehin weg, `ifreload` hat sie mitgenommen. Ein hängender Tunnel wird so
# zu einem laufenden statt zu einer Rücknahme.
log 'Handshake schal — wg-quick@wg0 einmal neu starten'
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" restart wg-quick@wg0 >/dev/null 2>&1 || true
_i=0
while [ "$_i" -lt "$CLUPILOT_HANDSHAKE_TRIES" ]; do
if tunnel_handshake_fresh; then
log 'Tunnel steht nach dem Neustart von wg0'
return 0
fi
[ "$CLUPILOT_HANDSHAKE_WAIT" -gt 0 ] && sleep "$CLUPILOT_HANDSHAKE_WAIT"
_i=$(( _i + 1 ))
done
log 'Tunnel steht auch nach dem Neustart von wg0 nicht — CluPilot käme nicht zurück'
return 1
}
# ---------------------------------------------------------------------------
# Die Selbstrücknahme
# ---------------------------------------------------------------------------
#
# Sichern, Zeitgeber auf fünf Minuten, umstellen, nachsehen, abbestellen.
#
# Der Zeitgeber ist eine systemd-Einheit und kein `sleep &`: ein Hintergrundlauf
# stirbt mit seiner Sitzung, und die Sitzung ist genau das, was abreißt, wenn die
# Umstellung schiefgeht. Er ist der einzige Grund, warum dieser Abschnitt die
# Netzkonfiguration überhaupt anfassen darf.
#
# Abbestellt wird er NICHT vom Treiber. Das tut CluPilot, nachdem es sich über
# den Tunnel neu verbunden und nachgesehen hat — ein Skript auf dem Host kann
# über seine eigene Erreichbarkeit von außen nur raten.
backup_network_config() {
mkdir -p "$(dirname -- "$CLUPILOT_NET_BACKUP")"
tar czf "${CLUPILOT_NET_BACKUP}.tar.gz" \
-C / "${CLUPILOT_INTERFACES_FILE#/}" \
$( [ -d "$CLUPILOT_INTERFACES_D" ] && printf '%s' "${CLUPILOT_INTERFACES_D#/}" ) \
2>/dev/null
}
# Der Inhalt des Rücknahme-Skripts — als Text, nicht als Datei.
#
# Getrennt, damit die Reihenfolge darin prüfbar ist, ohne systemd zu brauchen.
# Und die Reihenfolge ist der Punkt: das Urteil wird geschrieben, BEVOR
# zurückgespielt wird, damit auch ein halb geglücktes Zurückspielen einen Grund
# hinterlässt. `rolled-back` kommt zuletzt — das ist das Signal, auf das CluPilot
# wartet, und es darf erst stehen, wenn der alte Zustand wirklich zurück ist.
render_rollback_script() {
_minutes="${1:-5}"
cat <<EOF
#!/bin/sh
# Von CluPilot gestellt (Schritt EnsureNetworkBridge). Spielt die
# Netzkonfiguration von VOR der Bruecke zurueck, weil sie binnen ${_minutes}
# Minuten nicht abbestellt wurde — und abbestellen kann CluPilot nur, wenn es
# den Host ueber den Tunnel wieder erreicht.
# Das Urteil zuerst, damit auch ein halb gegluecktes Zurueckspielen einen Grund
# hinterlaesst.
printf 'failed' > '${CLUPILOT_WORK_DIR}/state'
printf 'Die Bruecke nahm den Host vom Netz; die Netzkonfiguration von vorher wurde zurueckgespielt.' > '${CLUPILOT_WORK_DIR}/note'
# Zuerst den entmachteten Netzverwalter wieder einschalten. Die Sicherung
# umfasst nur /etc/network/interfaces* — kam die Verbindung dieser Maschine von
# cloud-init, networkd oder NetworkManager, hilft das Zurueckspielen allein
# nichts, solange der Verwalter abgeschaltet bleibt.
_m="\$(cat '${CLUPILOT_WORK_DIR}/disowned' 2>/dev/null)"
case "\$_m" in
cloud-init)
rm -f '${CLUPILOT_ETC}/cloud/cloud.cfg.d/99-clupilot-disable-network.cfg'
;;
networkd)
systemctl unmask systemd-networkd 2>/dev/null || true
systemctl enable --now systemd-networkd.socket systemd-networkd 2>/dev/null || true
;;
network-manager)
systemctl unmask NetworkManager 2>/dev/null || true
systemctl enable --now NetworkManager 2>/dev/null || true
;;
esac
# Verdraengte Strophen zurueck an ihren Platz.
if [ -f '${CLUPILOT_WORK_DIR}/moved-aside' ]; then
while IFS= read -r _orig; do
[ -n "\$_orig" ] || continue
_base="\$(basename "\$_orig")"
if [ -f '${CLUPILOT_WORK_DIR}/verdraengt/'"\$_base" ]; then
mv '${CLUPILOT_WORK_DIR}/verdraengt/'"\$_base" "\$_orig"
fi
done < '${CLUPILOT_WORK_DIR}/moved-aside'
fi
# Ab hier zaehlt jeder Fehlschlag. Ohne diese Pruefungen liefe das Skript weiter
# und setzte die Marke, obwohl der Host auf einer kaputten Konfiguration steht —
# und CluPilot meldete 'der alte Zustand ist zurueck' und gaebe auf.
tar xzf '${CLUPILOT_NET_BACKUP}.tar.gz' -C / || exit 1
if command -v ifreload >/dev/null 2>&1; then
ifreload -a || exit 1
else
systemctl restart networking || exit 1
fi
logger -t clupilot 'Netzkonfiguration zurueckgespielt: die Bruecke hat den Host vom Netz genommen.'
# Erst jetzt, und nur nach einem geglueckten Zurueckspielen. Die Marke ist das
# Signal, auf das CluPilot wartet, um aufzugeben — sie darf nie 'zurueckgespielt'
# sagen, wenn es nicht stimmt.
: > '${CLUPILOT_WORK_DIR}/rolled-back'
# Selbst wegraeumen, sonst liegen Unit-Dateien herum, die aussehen, als stuende
# noch eine Ruecknahme aus.
rm -f '${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer' \\
'${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service'
systemctl daemon-reload 2>/dev/null || true
EOF
}
# Stellt den Zeitgeber. Ab hier gibt es einen Weg zurück, und erst ab hier darf
# irgendetwas am Netz verändert werden.
schedule_network_rollback() {
_minutes="${1:-5}"
mkdir -p "$CLUPILOT_SBIN_DIR" "$CLUPILOT_UNIT_DIR" "$CLUPILOT_WORK_DIR"
render_rollback_script "$_minutes" > "${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh"
chmod 700 "${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh"
cat > "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service" <<EOF
[Unit]
Description=CluPilot: Netzkonfiguration zurückspielen, wenn die Brücke den Host vom Netz nimmt
[Service]
Type=oneshot
ExecStart=${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh
EOF
cat > "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer" <<EOF
[Unit]
Description=CluPilot: Frist für die Selbstrücknahme der Netzumstellung
[Timer]
OnActiveSec=${_minutes}min
AccuracySec=1s
EOF
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" daemon-reload
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" start "${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer"
log "Selbstrücknahme steht: ohne Abbestellung läuft sie in ${_minutes} Minuten"
}
cancel_network_rollback() {
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" stop "${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer" 2>/dev/null || true
rm -f "${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.timer" \
"${CLUPILOT_UNIT_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.service" \
"${CLUPILOT_SBIN_DIR}/${CLUPILOT_ROLLBACK_UNIT}.sh"
"$CLUPILOT_SYSTEMCTL" daemon-reload 2>/dev/null || true
log 'Selbstrücknahme abbestellt'
}
# Strophe schreiben und anwenden. Ab hier ist die Leitung in Gefahr.
build_bridge() {
write_bridge_stanza "$@"
log 'Strophe geschrieben:'
cat "$CLUPILOT_INTERFACES_FILE"
if command -v "$CLUPILOT_IFRELOAD" >/dev/null 2>&1; then
"$CLUPILOT_IFRELOAD" -a
else
systemctl restart networking
fi
}